Am 22. März 1965 trafen sich zum ersten Mal Männer und Frauen aus Stadeln und Mannhof, um über die Gründung eines Heimat- und Volkstrachtenvereins nachzudenken.

Nach einer Besprechung mit dem Trachtenverein Neunhof im Sitzungssaal der Gemeinde wurde am 01. Juli 1965 eine vorläufige Vorstandschaft eingesetzt, die die Vorarbeiten zur Gündung des Vereins durchführten.

Noch bevor es zur Gründung eines Vereins kam, beteiligten sich die interessierten Bürgerinnen und Bürger der Gemeinden Stadeln und Mannhof am 11. September 1965 am Tag der Heimat, am 10. Oktober 1965  Erntedankfestzug in Fürth mit dem Brückenwagen der Gemeinde mit dem Stadelner Wappen. Am 24.09.1965 wurde von der Gemeinde Stadeln, 2. Bürgermeister Enthofer und dem Eingesetzen 1. Vorsitzenden Fink zum 1. Vereinsabend eingeladen.

Am 22. Oktober 1965 wurde der Heimat- und Volkstrachtenverein Stadeln gegründet. Thomas Kleinlein (1. Bürgermeister von Stadeln), Wilhelm Titze (Sudetendeutsche Landsmannschaft), Gertrud Obst (Schlesische Landsmannschaft) Gotthard Hartl Fink, Willi Müller (Verwaltungsinspektor und späterer 1. Bürgermeister von Stadeln) plädierten für die Gründung des Vereins. 42 Mitglieder waren zur Gründungsversammlung des Vereins anwesend. Eine Vorstandschaft wurde gewählt und eine Satzung angenommen. Der Verein zählte in diesem Jahr 80 Mitglieder. Unser Vereinslokal war der "Goldene Engel", und der Mitgliedsbeitrag war 0,50 DM.

Vorsitzender des Vereins wurde Hardl Fink, Stellvertreter Alfred Krippner, Kassier Franz Wirkner, 2. Kassier Adolf Hrdina, Schriftführer Fritz Escher, 2. Schriftführer Willi Müller, 1. Vortänzer Josef Korbl, 2. Vortänzer und Organisationsleiter Fritz Sänger, Dirndlvertretung Anna Wech, Stellvertretung und Jugendleitung Gertrud Bruckner, Revisoren: Walter Langmejer und Hanz Herzog, Inventarverwalter Hardl Fink, Ehrenbeisitzer Thomas Kleinlein, Beisitzer Wilhelm Titze, Gustav Rotter, Georg Krauß, Alfons Limbach, Wenzel Langner, Adolf Baumgartl

Stadelner Kärwa 1967

Bestehend aus drei fränkischen und drei egerländer Trachtenpaaren wurde im Januar 1966 eine Jugendgruppe zusammengestellt und nahm erstmals an der Fürther Kirchweih teil. Zu den ersten Auswärtsterminen gehörte der Auftritt in der Dauer-Kleingarten-Anlage Espan II. Am 25.12.1965 fand der erste Theaterabend mit dem Bruderverein Erlangen statt.

Unsere Jugendgruppe 1980

Die Erwachsenen konnten sich erstmals mit eigener Tracht bei der Stadelner Kärwa 1967 zeigen. Dies war nicht nur eine große Werbung für den Verein, sondern auch der Zuspruch in der Bevölkerung wuchs, was den Ansprung auf 18 Jugendpaare in den Folgejahren erklärte. In diesem und den anschließenden Jahren nahm der Verein an den Faschingsumzug am Faschingsdienstag in Fürth teil. Das Turnerheim wurde am 29.10.1967 mit einem Auftritt der Tanzgruppe des Verein eingeweiht, und die ersten Gedanken an die Anschaffung einer Fahne wurde gelegt.

Beim Festwagenbau 1981, von lks. nach rechts Roland Raab, Manfred Post, Anna Raab, Renate Gräf, Andreas Schalk

1968 besuchte der Verein ein Musikfest in Salzburg, nachdem im Jahr zuvor eine Salzburger Musikkapelle beim Trachtenfest in Nürnberg mitwirkte und in Stadeln einquartiert war.

Um unsere Volkstänze auf den verschiedensten Bühnen darbieten zu können, bedarf es einer musikalischen Unterstützung. Hierfür wurde im Jahr 1969 die Stadelner Volksmusik gegründet, die auch heute noch Bestand hat.

Die Stadelner Volksmusik beim Arzberger Bergkristal 1980,von lks. nach re. Horst Gräf, Renate Gräf, Ingrid Lamatsch, Horst Raab, Klaus Ulrich

Interne Steitigkeiten und Querlen machten sich 1968 breit, das führte dazu, dass keine Gruppe der Heimatvertreibenen mehr bestand. Seit 2 Jahren hat sich der Verein seiner Gründungsmitglieder wieder besonnen und bringt Egerländer, Sudetendeutsche und Schlesische Tänze auf die Bühne. Am 21.07.1968 wird am Trachtenfest in Bad Tölz teilgenommen, die Busfahrt kostet 10,50 DM.

1969 wurde Richard Koller zum Vorsitzenden des Vereins gewählt, das Vereinlokoal war nun das Gästahaus Kalb. die für 1969 vorgesehene Fahnenweihe wurde mangels Geldes nicht durchgeführt. Frau Anna Wech wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Bei der Einladung der Stadt Zirndorf zum Kirchweihzug wird darauf hingewiesen, dass 35,00 DM Zuschuß und 3 Karton Dosenbier bereitgestellt werden.

Am 19.10.1969 fand der 1. Mittelfränkische Bezirkstrachtenjugendtag in Stadeln statt. Den Eröffnungsabend der Kultur- und Sportwochen am 06.06.1970 wurde durch einen fränkischen Abend vom Trachtenverein durchgeführt.

Unsere Jugendgruppe 1980 in Oberferrieden

Anlässlich der 600-Jahr Feier 1971 der Stadt Schwabach fuhren wir auf den Wagen der Stadt Fürth mit. Es war ein großer Aufleger der US-Militärs mit dem Wasserrad.

Zu den olympischen Spielen 1972 in München entsandte der H.V.T.V. Stadeln vier Trachtenpaare zur Abschlussveranstaltung, die auf Grund des Attentates leider nicht wie geplant ablaufen konnte. die einstudierte "Sternpolka" konnte von den Plattlern und Volkstänzern des Bayerischen Trachtenverbandes nicht aufgeführt werden.

Im Mai 1973 stand Wels in Oberösterreich auf dem Programm. Dort fand ein internationales Trachtentreffen statt, an dem sich ca. 8000 Trachtlerinnen und Trachtler beteiligten. Unser Verein wirkte beim Festzug und die Jugendgruppe bei den Tänzen im Ausstellungsgelände mit.

Betzentanz zur Stadelner Kärwa 1975

In den Jahren 1967,1968 und 1973, 74 und 75 wurde die Stadelner Kärwa vom Heimat- und Volkstrachtenverein Stadeln ausgerichtet. So wurde zum Beispiel Freitags der Einzug des Festwirtes organisiert, Samstags das Einholen und Aufstellen des Kärwabeums durchgeführt, am Sonntag beim Festzug mitgewirkt und am Montag der Betzentanz durchgeführt. In den Unterlagen fanden wir den Hinweis, dass als Vergütung vom Festwirten Metzler 100l Bier spendiert wurden. Danach war das Bestrebens des Vereins freie Kärwaburschen in Tanz und Lied auszubilden, was bis zum heutigen Tag bestand hat.

Der Trachtenverein Stadeln als Ausrichter des Bertzentanzes 1968

1975 lernten wir beim 51. Donaugaufest in Großmehring bei Ingolstadt unseren Patenverein kennen. Mit den "Donautalern" und ihrem derzeitigen 1. Vorstand Martin Dunz verbindet uns seitdem eine Freundschaft, die zu unserem 40-jährigen Vereinsjubiläum 2005 wieder erneuert wurde.

Am 25.10.1975 feierten wir unser 10-jähriges Gründungsfest in der alten Turnhalle in Stadeln. Festmusik waren die Loonharder Musikanten, die Auerbergler aus Fürth, die Riaser aus Oettingen und die Donautaler aus Großmehring waren unsere Festgäste

Jugendtag in Schwabach 1973

1976 wurde eine Singgruppe gegründet, und am Jugendtag in Bad Windsheim hat die Jugendgruppe des Vereins den 1. Platz errungen.

Unseren 1. Volkstanzabend am 23.03.1977 bestritt die Stadelner Volksmusik in Neunhof bei Lauf. Zu dieser Zeit waren wir neben den Loonharder Musikanten die einzige Volksmusikgruppe die einen Tanzabend spielen konnten

Standartenweihe 1983 unser Patenverein Großmehring wird von Fr. Steidtner versorgt

Um an Trauerfeiern ordnungsgemäß gekleidet zu sein, hat der Verein 1978 schwarze Kopftücher und Schürzen angeschafft, An der Jahreshauptversammlung am 07.11.1980 wurde einstimmig beschlossen eine Standarte anzuschaffen.

Am 16.05.1981 feierte der Verein sein 15-jähriges Bestehen in kath. Pfarrzentrum. Anwesend waren der Staaner Dreigsang, die Rapsdorfer Sänger, die Feuchter Musikanten, die Donautaler Großmehring, die Auerbergler Fürth und die Leonharder Schweinau. Im November 1981 waren wir zum Heimatabend in Großmehring und haben um Übernahme der Patenschaft gebeten

Ein besonderes Jahr für den Verein war 1983. Neben dem 100-jährigen Bestehen des Bayerischen Trachtenverbandes, dass in München mit weit über 100.000 Trachtlern gefeiert wurde, war natürlich das Mittelfränkische Bezirkstrachtenfest mit Standartenweihe am 10. - 12. Juni 1983 ein herausragendes Ereignis. 50 mitwirkende Trachtenvereine und 13 Musikkapellen aus Franken und darüber hinaus feierten in Stadeln ein schönes Fest.

1983 wurde die Bezirkstanzgruppe in Schwabach / Limbach gegründet. Alle Vortänzer aus Mittelfranken trafen sich, um eine Tanzgruppe bestehend aus allen Vereinen Mittelfrankens zusammen zu schließen.

Die Weihe unserer Standarte 1983 mit unserem Ehrenmitglied und damaligem Vorstand der Donautaler Großmering Alois Schittler 

Unser erster Kontakt mit Osterbrunnen wurde 1988 gemacht. Am Ostersammstag, 02. April 1988 stellten wir unseren Osterbaum beim Gästehaus Kalb auf. Die Birke wurde von Herrn Mehl sen. gespendet. Seit dieser Zeit wird jedes Jahr in Stadeln ein österlich geschückter Baum und seit 1996 schmücken wir den Wasserradbrunnen am Friedhof

1990 wurde das 25-jährige Bestehen unseres Vereins in der alten Turnhalle der Hauptschule Stadeln mit einem Heimatabend gefeiert. Außerdem waren wir bei einem dreitägigen internationalen Folklorefestival in Ungarn. Trachten aus den ehemaligen Ostblockländern und dem Mitteleuropäischen Raum trafen sich zu einer bunten völkerübergreifenden Veranstaltung.

15-jähriges Vereinsjubiläum 1980

1991 wurde das Wasserrad am Wiesengrund gesetzt und seit 1992 wird jährlich ein Wasserradfest mit allen Stadelner Vereine gefeiert. 1994 kam der Wasserradbrunnen dazu, den der Verein zu Ostern mit vielen bunten Eiern zu einem Osterbrunnen schmückt.

1995 fand das erste Zeltlager des Trachtenverbandes Mittelfranken am Deckersberg statt.

1996 war die 700 Jahrfeier Stadeln, an diesen Veranstaltungen war der Verein nicht nur als Helfer gefragt sondern auch Mitwirkende.

1997 war das Deutsche Turnerfest in München. Zur Abschlussveranstaltung war eine Abordnung des Vereins anwesend.

Bühnenbild zum 25-jährigen Vereinjubiläum

Am 23.05.1992 hat der Verein beim ersten Wasserradfest teilgenommen. Diese Veranstaltung ist gemeinsam von allen Stadelner Vereine für ein sozialen Zweck eingeführt worden.

Im August 2001 hatten wir im Freilandmuseum eine Fernsehaufnahme für die Abendschau im Bayerischen Fernsehen. Eine interessante Zeit nette Menschen kennen zu lernen.

Für die Sendung "Ins Land der Franken fahren......" trafen wir uns 2003 wieder in Bad Windsheim. Neben Sängern und Musikanten aus Franken waren wir die einzigste Erwachsenen Tanzgruppe.

Zur Fürther Kärwa 2003 hatten wir und viel vorgenommen. Wir stellten uns jeden Tag gegenüber dem Fürther Stadttheater mit einen Tapeziertisch und sammelten Unterschriften für die Live - Übertragung im Bayerischen Fernsehen. Mehr als 10.000 Unterschriften konnten wir sammlen und unserem OB übergeben. 

Und tatsächlich der Fürther Kärwazug wurde 2003 zum ersten Mal Live im Fernsehen übertragen. Bei steigenden Zuschauerzahlen werden wir die "Königing der Kirchweihen" auch in Zukunft live miterleben dürfen.

Erwin Winkler, Stefan Meier und verdeckt Robert Mehl 2003 Fürther Kärwa

Am 01. Juli  2002 fand im Rathaushof Fürth ein kleines Fest statt. Grund des Festes 30 Jahre Eingemeindung einiger Vororte. 1972 war dies kein Grund zum Feiern, 30 Jahre später war dies schon eher.

Der Oktoberfestzug in München war für unseren Verein ein voller Erfolg. Auch wenn der Kommendator uns nur mit " dies scheint eine bäuerliche Tracht zu sein" begrüßte, brauchen wir uns nicht hinter anderen Vereinen aus Bayern nicht verstecken. Mit 34 Teilnehmern waren wir aber auch nicht die kleinste Gruppe.

2003 hatten wir am Baurnsonntag einen voll ausgebuchten Tag. Vormittag sind wir beim Kärwazug mitgelaufen, Nachmittags haben wir den Seniorennachmittag mit gestaltet, und am Abend haben wir im Novotel beim Partnerschaftstreffen Fürth - Renfrewshire ein paar Tänze aufgeführt.

Seit 2007 tanzen wir bei der Eröffnung der Fürther Kärwa